[Wettbewerb] Augustus Cantus

Oscar Rios, seines Zeichens Geschäftsführer von Golden Goblin Press, und die cthuloide Website Shoggoth.net haben sich nach fast einem Jahr wieder einmal zusammen getan, um den Fans des Cthulhu Invictus-Settings etwas Gutes zu tun. Bereits zur Neueröffnung von Shoggoth.net im Herbst 2014 – passend zur Kickstarter-Kampagne von De horrore cosmico – unterstützte Rios das Magazin mit dem exklusiven, in und um Alexandria herum spielenden, zweiteiligen Szenario The Run Away [Teil 1 / Teil 2]. Bereits seit dem 4. August läuft nun die zweite Kooperation: der Autoren-Wettbewerb Augustus Cantus. Wer schon immer einmal etwas Kreatives für die lovecraftschen Abenteuer in der Antike besteuern wollte, hat nun die Gelegenheit dazu. Gesucht werden die besten Ideen für Kulte im Alten Rom. Bis zum 15. Oktober ist Zeit, Entwürfe einzureichen bzw. den besten aus den Einsendungen auszuwählen. Einen ersten Wettbewerbsbeitrag gibt es auch schon: The Tenders of the Stone sind eine dunkle Gemeinschaft aus der Provinz Hispania. Wer meint, mindestens eine gleichwertige, oder sogar eine bessere Idee zu haben, sollte diese baldmöglichst an das Team von Shoggoth.net schicken. Zu gewinnen gibt es (Mängel-)Print-Fassungen der Abenteuer-Sammlung De horrore cosmico, des Kurzgeschichten-Bandes Tales of Cthulhu Invictus sowie anscheinend auch ein paar zu viel produzierte Münz-Repliken aus dem Kickstarter. Bene eveniat!

Ripples from Carcosa

Bereits der letzte Artikel dieses Blogs befasste sich mit Material für das Invictus-Setting, das für die neue, bereits siebte Edition des Call of Cthulhu-Regelwerks geschrieben wurde. Doch Cthulhu Through the Ages (CTtA) ist nicht das einzige Produkt, mit dem Chaosium versucht, die Brücke zwischen den verschiedenen Ausgaben dieses Rollenspiels zu schlagen. Auch die im letzten Jahr veröffentlichte Neuauflage des ursprünglich 2005 erschienenen Monographen Ripples from Carcosa (RfC) bringt bereits Regeln für die 7th Edition mit. Anders als CTtA legt sich Oscar Rios‘ Sammelband zu Hastur, Carcosa und dem König in Gelb allerdings nicht ausschließlich auf die neue Regelvariante fest, sondern bringt eine vierseitige Konvertierungshilfe mit, um die alten Szenarien auch weiterhin mit den bisherigen Regeln spielen zu können – und das ist nicht unwichtig, denn zu diesen alten Abenteuern gehört u.a. auch Adventus Regis, ein Invictus-Szenario, das sowohl einzeln, als auch als Eröffnung einer dreiteiligen Kampagne quer durch alle Zeiten gespielt werden kann. Damit dürfte dieses Szenario aktuell das einzige für das Invictus-Setting sein, für das offizielle, direkt miteinander vergleichbare Regeln der sechsten als auch siebten Edition vorliegen. Schon deshalb ist ein genaueres Hinsehen angebracht. Darüber hinaus stellt sich zudem die Frage, was dieses kurze Abenteuer dem geneigten Spielleiter und etwaigen Spielrunden zu bieten hat.

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Cthulhu Through the Ages

Es hilft nichts: Die neue, siebte Regelfassung für Call of Cthulhu (CoC) kommt. Eigentlich ist sie sogar schon da. Die Kickstarter-Kampagne ist schon lange beendet und zumindest die elektronische Ausgabe der 7th Edition kann man schon ganz regulär im Webshop von Chaosium kaufen. Auch der deutsche Pegasus-Verlag war schon fleißig und hat bereits zur RPC 2014 ein Heftchen mit Schnellstarter-Regeln publiziert, damit sich alte Hasen und Neueinsteiger selbst ein Bild machen können. Je nachdem wie die aktuelle Krise bei Chaosium gemeistert wird, ist davon auszugehen, dass auch von Drittverlagen auf Dauer kein Material mehr für das Invictus-Setting in seiner bisherigen Mechanik produziert werden wird. Golden Goblin Press hat mit De horrore cosmico sehr wahrscheinlich das letzte Invictus-Produkt herausgebracht, dass dezidiert die alten 6er-Regeln verwendet. Sofern also nicht noch wundersame Dinge passieren, wird es Zeit zu sehen, wie der Umstieg, wenn er denn mitgemacht werden soll, bewältigt werden kann. Eine Hilfe bei diesem Unterfangen will Cthulhu Through the Ages (CTtA) sein. Im Rahmen des 7th Edition Kickstarters finanziert, versteht sich das 75-seitige Heft als Übergangshilfe für alle CoC-Spieler, die einem der Nicht-Standard-Settings folgen. Was bringt der Band für uns Invictus-Spieler?

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Blutch „Peplum“

Das zumindest dürfte unstrittig sein: Gutes Rollenspiel braucht lebendige (gemeinsame) Bilder im Kopf. Inspirationsquellen, speziell visuelle, können enorm zu diesen Bildern beitragen. Allerdings sind gerade im Bereich der (römischen) Antike viele der älteren visuellen Quellen und auch noch eine erhebliche Zahl der jüngeren Veröffentlichungen nur bedingt zu diesem Zweck geeignet. Insbesondere kollidiert der Anspruch von etwa Cthulhu Invictus-Spielleitern, ein möglichst düsteres Rom in den Köpfen der Spieler entstehen zu lassen, oft mit den künstlerischen Darstellungen, die vor allem die Größe, Epik und neuerdings auch die Buntheit des Reiches zeigen wollen. Doch zum Glück gibt es auch Ausnahmen. Eine davon ist Peplum, gezeichnet und getextet vom französischen Künstler Blutch, alias Christian Hincker, auf Deutsch erschienen 2010 im Avant-Verlag.

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De horrore cosmico PDF & Infos in eigener Sache

Endlich ist es da! Bereits letzte Woche hat Golden Goblin Press das offizielle PDF von De horrore cosmico an die Backer der De horrore cosmico-Kampagne verteilt. Der erste Eindruck ist großartig und rechtfertigt die minimale Verzögerung (geplant war die Auslieferung für April) voll und ganz. Auf die materiellen Produkte (Bücher, Figuren, Münzen) müssen wir zwar alle noch etwas warten, aber auch hier bin ich guter Hoffnung, dass dies nicht mehr allzulange sein wird. Eine ausführliche Besprechung des PDFs sollte jedenfalls in Kürze folgen, denn …

… nach einem sehr turbulenten und zuweilen recht chaotischen ersten Halbjahr 2015, in dem einiges an zusätzlichem beruflichem Engagement nötig gewesen ist und ich sowohl meine Internet- als auch Rollenspielpräsenz sehr plötzlich und sehr deutlich (bis fast auf null) heruntergefahren habe, kann ich nun endlich wieder durchatmen. Es ist viel zu viel brach liegen geblieben und die Lücke, die sich bei vielen Projekten aufgetan hat, schmerzt ziemlich – ein großes mea culpa geht hier vor allem an die Interessenten an der In Via FlaminiaForenrunde, die trotz regem Interesse von allen Seiten letztlich meinetwegen eine Totgeburt war. Ich werde nun erstmal schrittweise versuchen, abgebrochene Kontakte wieder herzustellen, endgültig tote von wiederzubelebenden Ideen zu trennen und bin bereits dabei, mein Rollenspiel-Engagement neu zu sortieren. Mehr Klasse, weniger Masse wird aber wohl auch in Zukunft die Leitlinie sein müssen. Der erste und wichtigste Schritt besteht in der Einsicht, dass das hier alles nur ein Hobby ist, und das reale Leben einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht. Der zweite ist ein Update dieses Blogs. Was der dritte sein wird, wird die Zukunft zeigen.